Nieren und Frauengesundheit ist das Thema des Weltnierentags 2018. Die Chronische Nierenerkrankung (CKD) ist ein weltweites Gesundheitsproblem mit den negativen Folgen von Nierenversagen und vorzeitigem Tod. CKD betrifft weltweit etwa 195 Millionen Frauen und ist derzeit die 8. häufigste Todesursache bei Frauen mit fast 600.000 Todesfällen pro Jahr.

Das Risiko, an chronischem Nierenversagen (CKD) zu erkranken, ist bei Frauen mindestens genauso hoch wie bei Männern und kann sogar höher sein. Nach einigen Studien ist die Wahrscheinlichkeit einer Entwicklung von CKD bei Frauen im Vergleich zu Männern mit einer durchschnittlichen Prävalenz von 14% bei Frauen und 12% bei Männern höher [3].

Allerdings ist die Zahl der Dialysepatienten geringer als die der Männer. Mindestens drei Hauptgründe wurden bisher erkannt:

Die Progression der CKD verläuft bei Frauen langsamer als bei Männern, psychosoziale Barrieren wie ein geringeres Krankheitsbewusstsein führen bei Frauen zu einem späten oder fehlenden Dialysebeginn [4], und ein ungleicher Zugang zur Behandlung in Ländern, in denen kein allgemeiner Zugang zur Gesundheitsversorgung besteht.
Die Nierentransplantation ist ebenfalls ungleichmäßig verteilt, hauptsächlich aufgrund sozialer, kultureller und psychologischer Aspekte: Selbst in einigen Ländern, in denen Nierentransplantation und gerechte Behandlung für Männer und Frauen angeboten werden, neigen Frauen häufiger dazu, Nieren zu spenden und erhalten diese seltener [5].

Es besteht in der Tat ein eindeutiger Bedarf, sich mit Fragen des gerechten Zugangs zu Gesundheitsversorgung für Frauen zu befassen, wo es derzeit fehlt, und das Bewusstsein und die Bildung zu schärfen, um den Zugang von Frauen zu Behandlungen und besseren Gesundheitsauswirkungen zu erleichtern.

Das Chronisches Nierenversagen gilt auch als Risikofaktor für ein negatives Schwangerschaftsergebnis und eine verminderte Fruchtbarkeit. Die Frauen mit chronischer Nierenerkrankung haben ein erhöhtes Risiko für negative Ergebnisse für die Mutter und das Baby; Schwangerschaften bei Frauen mit fortgeschrittener chronischer Nierenerkrankung sind mit hohen Raten von hypertensiven Störungen (Bluthochdruck) und Frühgeburten am schwierigsten [9]. Auch bei reduzierter Fruchtbarkeit ist eine Schwangerschaft möglich, wenn auch selten während einer Dialyse. Bei der Dialyse bessern sich die Ergebnisse bei intensiver (täglicher oder fast täglicher) Dialysebehandlung und erfordern daher spezielle Programme für Frauen im gebärfähigen Alter [10].

Quelle(n) und Quellenangaben: http://www.worldkidneyday.org/2018-campaign/2018-wkd-theme/