Die „Dialysis Outcomes and Practice Patterns Study” (DOPPS) weitet das Projekt „DOPPS Practice Monitor“ aus und wird nun auch Hämodialysedaten aus Deutschland erfassen und auswerten.

Ähnlich wie der DOPPS Practice Monitor aus den USA, der bereits 2010 aufgebaut wurde, soll der deutsche DOPPS Practice Monitor wichtige Trends bei der Behandlung von Hämodialysepatienten im klinischen Alltag aufzeigen. Die deutsche DOPPS Initiative hat am 1. Dezember 2015 eine öffentliche Website (www.dopps.org/DPM/Germany) gelauncht, auf der die Datenauswertung verschiedener Referenz-Hämodialysezentren zugänglich gemacht wird, und verschiedene Aspekte beleuchtet werden, u.a. Demografie, Komorbiditäten, Anämiebehandlung, Therapie von Knochen- und Mineralstoffstörungen, Dialysehäufigkeit und -dosis, Gefäßzugang, Ernährung sowie kardiovaskuläre Begleitmedikation.

Ein Update der Website soll regelmäßig im Halbjahres-Turnus erfolgen. Gerade angesichts eines fehlenden Dialyseregisters in Deutschland ist dieses Projekt von zentraler Bedeutung für die hiesige Nephrologie. Unterstützt wird der deutsche DOPPS Practice Monitor von der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie, dem Verband Deutsche Nierenzentren e.V. sowie von den Firmen Abbvie, Amgen, Hexal und Shire.